Radfahren in Lehrte

Ein offenes Forum zum Radverkehr



Bürgerbeteiligung hier und jetzt

Radfahrer und Radfahrerinnen - hier ist Eure Chance, die Dinge voranzubringen!

Wie können Ahltener und Iltener Straße für den Radverkehr verbessert werden? Soll der Radschnellweg auf der Nord- oder der Südroute laufen? Wo muss es mehr Raum für Fußgänger und Radfahrende geben? Kann man Richtersdorf zum Megahub für den Radverkehr entwickeln? Brauchen wir einen zweiten Tunnel unter dem Lehrter Bahnhof oder wäre eine Brücke besser? Wo liegen die größten Gefahrenpunkte für RadfahrerInnen? Das sind einige der Fragen, zu denen das “Forum Radverkehr” für Lehrte auf dieser Seite Vorschläge zusammengetragen hat.


Aktuell sammeln wir Ideen und Vorschläge zur Neugestaltung der Iltener Straße - HIER.

Außerdem haben wir Vorschläge für die Erreichbarkeit des Einkaufszentrum Zuckerpassage (E-Center) zusammengestellt: HIER. Zu unseren Vorschlägen sind wir bereits mit dem Grundstückseigentümer und der Stadt Lehrte im Austausch.


Eine Zusammenfassung der bislang gesammelten Anmerkungen, Ideen und Vorschläge zum Radverkehr vor allem in der Kernstadt Lehrte, haben wir am 12. Oktober fertiggestellt und der Stadt Lehrte übermittelt. Die Datei findest Du HIER.


Aber warum solltest Du überhaupt mit dem Fahrrad fahren? Zum Einkaufen, zur Arbeit, zur Schule, in der Freizeit? Bei Sonnenschein und auch bei Nieselregen? Die Gründe sind vielfältig: 

Radfahren ist gesund

Radfahrer*innen sind im Ort schneller

Radfahren hält Dich fit

Radfahrende kennen sich besser aus

Du leistest einen Beitrag für die Umwelt

Radfahren spart Geld

Radfahren spart Platz

Radfahren ist gut für Dein Gehirn

Radfahren verbessert den Autoverkehr

Radfahren ist angesagt

Radfahren macht einfach Spaß

Radfahren macht unabhängig


Umsteigen lohnt sich also - spar Dir das Fitnessstudio! Zahlreiche Veröffentlichungen beschäftigen sich mit den Vorteilen des Radverkehrs. Zum Beispiel die Universitätsmedizin Göttingenbike-bild oder der Stern


Einer der wichtigsten Aspekte für Radfahrende ist die gefühlte Sicherheit: Wer auf das Fahrrad steigt, möchte sich im Straßenraum möglichst wohl und geschützt fühlen. Die gefühlte Sicherheit ist einer der Schlüsselfaktoren, die einen großen Einfluss darauf hat, ob sich Menschen für oder gegen das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel entscheiden. 

 

Wir wollen, dass Kinder alleine und ohne "Elterntaxi" zur Schule oder zum Sportverein gelangen können. Wir wollen, dass Eltern jüngere Kinder auf Fahrrädern begleiten können, ohne Verkehrsregeln brechen zu müssen. Wir benötigen Strecken, die mit Kinderanhängern oder Lastenrädern sicher befahren werden können. Ebenso müssen E-Bikes und schneller Radverkehr bei Beurteilung des Wegenetzes und Planung von städtischem Raum mitgedacht werden.

Kriterien für eine stressarme Radinfrastruktur sind nach verschiedenen Studien insbesondere:

  • Die Wegweisung für den Radverkehr sollte durchgängig, einheitlich, informativ und schon aus ausreichender Entfernung gut lesbar sein.
  • Markierte Führungen sollten immer ausreichend breit dimensioniert werden, wenn möglich deutlich über das Mindestmaß und auch über das Regelmaß hinaus.
  • Wo es sinnvoll ist, sollte der Kfz-Verkehr bei sehr engen Straßenräumen reduziert werden (z.B. Einbahnstraßen für Kfz oder ruhenden Verkehr nicht zulassen).
  • Die Sicherheitstrennstreifen zum ruhenden Verkehr sollten nach Möglichkeit markiert und ausreichend breit gestaltet werden.
  • Die Kombination von Mindestmaßen oder der Einsatz von schmalen Schutzstreifen an hochbelasteten Straßen sollte vermieden werden. Stattdessen sollten möglicherweise der Radverkehr im Mischverkehr geführt werden und die zulässige Höchstgeschwindigkeit (effektiv) reduziert werden.
  • Neben den baulichen Ausführungen sollte regelwidriges Verhalten ausreichend sanktioniert werden, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten.
  • Infrastrukturmaßnahmen sollten kontinuierlich evaluiert und Benchmarking anhand objektiver Kennzahlen und umfassender Erhebung der Nutzungszufriedenheit erfolgen.


Insgesamt ist zu erwarten, dass ein Ausbau des Fahrradverkehrs zu positiven Effekten für alle Verkehrsteilnehmer*innen führt:

mehr Platz für Alle

weniger Stress

bessere Luft

besserer Verkehrsfluss

mehr Klimaschutz

mehr Sicherheit im Verkehr

weniger Kosten für Infrastruktur

weniger Kosten für Gesundheitswesen

weniger negative Effekte des Verkehrs

weniger Lärm

mehr Miteinander



Dabei gilt insbesondere für Lehrte, dass die Entwicklung der Infrastruktur kommende Veränderungen berücksichtigen muss: Baugebiete an der Manskestraße und der Tiefen Straße, Umstieg auf S-Bahn und Regionalexpress, zunehmender Radverkehr. Es ist nicht entscheidend, wie viele Menschen heute mit dem Rad unterwegs sind. Wir müssen überlegen, wie viele Menschen zukünftig auf welchen Routen mit dem Rad unterwegs sein werden. Und wie man mehr Platz fürs Rad schaffen kann, zeigt beispielhaft die Seite "Mehr Platz fürs Rad" des ADFC.


Auch vor diesem Hintergrund hat die Stadt Lehrte einen Verkehrsentwicklungsplan ("VEP") entworfen. Am 22. Juni 2020 wurde der Rat in einer Zusammenfassung über den VEP informiert. Außerdem hat sich der Rat in einem Grundsatzbeschluss einstimmig für den Radschnellweg nach Hannover ausgesprochen. Darüber hat die Stadt die Öffentlichkeit in einer Online-Umfrage an der Weiterentwicklung des VEP beteiligt. Diese Beteiligung stand bis zum 9. Oktober 2020 zur Verfügung - jetzt sind wir auf die Ergebnisse gespannt. Alle weiteren Informationen gibt es HIER auf der Homepage der Stadt Lehrte.

Auch der Ortsrat von Aligse, Kolshorn und Röddensen hat die Bürger aus diesen Ortsteilen zur Mitwirkung an diesem Prozess aufgefordert. Gemeinsam mit dem "Forum Radverkehr" hat es eine Vor-Ort-Befragung gegeben. Die Ergebnisse werden derzeit aufbereitet und in der Ortsratssitzung am 27. Oktober 2020 vorgestellt.

Um diesen Prozess zu unterstützen, sammeln wir als "Forum Radverkehr" konkrete, schnell umsetzungsfähige Ideen für die Verbesserung des Radverkehrs und die Verkehrswende in Lehrte. 

Neben den Textblöcken gibt es kurze Videos und Links zu weiterführenden Dokumenten. Diese Dokumente können teilweise auch online in kleinen Gruppen bearbeitet werden.

Die Ideen werden dann in den politischen Prozess eingebracht. Die notwendige Unterstützung wurde uns von mehreren Lehrter Ratsmitgliedern und Parteien bereits zugesichert.

Hast Du auch Vorschläge zum VEP und zum Radverkehr? Mach mit! Nutz einfach das Kontaktformular ganz unten oder schick eine E-Mail an kontakt@vep-lehrte.de! Vielleicht lassen sich einzelne Vorschläge auch einfach mal ausprobieren - beispielsweise nächstes Jahr im Rahmen des Stadtradelns oder als "Stadtexperiment 2021".




Unsere Ziele


Mehr Radverkehr ermöglichen

Wenn man wirklich mehr Rad- und Fußgängerverkehr in der Kernstadt in Lehrte möchte, muss man dafür auch den entsprechenden Platz zur Verfügung stellen. 

Um den Autoverkehr nicht unnötig einzuschränken und möglichst viele Anwohnerparkplätze zu erhalten, können Einbahnstraßen für den Autoverkehr eingeführt werden.

Bereits vor längerer Zeit wurde ein großräumiger Ringverkehr stadtauswärts über die Ahltener Straße und stadteinwärts über die Iltener Straße diskutiert.

Ähnliche Überlegungen kann man auch zu einem östlichen Innenstadtring anstellen: Ringverkehr im Uhrzeigersinn von "Pit-Stop" an der B443 auf die Burgdorfer Straße, über die Hermann-Löns-Straße rechts auf die Manskestraße, über die Germaniastraße und Poststraße wieder zum Abzweig nach rechts in die Burgdorfer Straße. 

Dies würde insbesondere das unübersichtliche und gefährliche Kreuzungsknäuel von Stackmannstraße, Aligser Weg, Schützenstraße und Burgdorfer Straße am Abzweig von der B443 im Norden auflösen.

Details dazu gibt es HIER.


Durchgängige Verbindungen schaffen

Der VEP stellt fest, dass eine moderne Radverkehrsinfrastruktur z.B. mit direkter fahrbahnanliegender Radwegführung und Radfahrstreifen nur in Einzelfällen vorhanden ist (Seite 19). Es gibt kein durchgängiges gut befahrbares Radwegenetz (Seite 26). Es sollen aber bessere Bedingungen für den Radverkehr geschaffen werden (Seite 40).

Anstrebenswert ist ein Radwegenetz mit entschärften Gefahrstellen - überwiegend mit direkter fahrbahnanliegender Radwegführung, das einen unterbrechungsarmen Radverkehr mit 25-30km/h als Normalgeschwindigkeit ermöglicht. Die hier vorgestellten Maßnahmen lassen sich überwiegend mit einfachen Mitteln (Verkehrsschilder, Fahrbahnmarkierungen, Betonringe u.ä.) umsetzen und zunächst einmal ausprobieren.

Eine kleine Auswahl von mehr oder weniger harmlosen Wegeunterbrechungen zeigt dieses Video:


 

Problembereiche neu denken

Ein hohes Verbesserungspotenzial für einen unterbrechungsfreien Radverkehr bietet die vier- bis sechsspurig für den Kraftverkehr optimierte zentrale Einfallschneise der B443 im Norden von Lehrte bis zum Ende des begleitenden Radweges an der Stackmannstraße. Der Radverkehr wird hier insgesamt sehr stiefmütterlich behandelt. Konkrete Ideen dazu gibt es HIER.

Etwas komplexer ist sicherlich die Situation am Bahnhof in Lehrte. Hier wird man viel Geld in die Hand nehmen müssen, um zu einer guten Lösung zu kommen. Man könnte z.B. über einen großzügigen zweiten Tunnel für den Radverkehr nachdenken - direkt von der Friedrichstraße nach unten mit Gleiszugängen und Fahrradparkhaus und dann weiter zur Bahnhofstraße - so wie HIER.

Erforderlich ist die fahrradfreundliche Weiterentwicklung der beiden Richtersdorf-Tunnel und die Anbindung an Bahnhof und Grünstraße zu einem Fahrraddrehkreuz in der Kernstadt. Richtersdorf könnte damit zu einem "Megahub" für den Radverkehr in der Region werden - siehe HIER.

Im Züricher Vorort Oerlikon (21.000 Einwohner) hat man einen zweiten Tunnel vor allem für den Fahrradverkehr gebaut und ein Fahrradparkhaus integriert. So sieht das da aus - hell und transparent:





Hier geht es zu den Vorschlägen und Ideen für einzelne Regionen

 


 Welche Anmerkungen und Ideen hast Du zum Radverkehr in Lehrte?

 

 

Welche Stellen sind für den Radverkehr deutlich verbesserungsfähig? Hier ein paar Beispiele - hast Du noch andere Vorschläge:





Wie viele Besucher hatte diese Homepage bislang? Hier siehst Du den Besucherzähler: 

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Unterstützung 

Folgende Vereine, Institutionen und Gruppierungen unterstützen das Forum Radverkehr, indem sie zur Beteiligung an der Ideensammlung aufrufen:


 




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