Radfahren in Lehrte

Ein offenes Forum zum Radverkehr



Ahlten

Von hoher Priorität sind für den Radverkehr in Ahlten insbesondere drei Punkte:

  • Ein Ausbau der Park&Ride-Anlage am S-Bahnhof zieht weiteren Autoverkehr an. Dieser fährt zumindest teilweise durch das Dorf und verschlechtert dort die Verkehrssituation. Dadurch ergeben sich zusätzliche Konflikte mit dem geplanten Radschnellweg, der am S-Bahnhof entlang geführt werden soll. Zur Reduzierung dieser Probleme ist eine Verbesserung der Verbindungen zum Bahnhof mit ÖPNV und Fahrrad wichtig. Dazu gehören insbesondere geschützte Fahrradabstellmöglichkeiten und ein engerer Bustakt.
  • Die Führung des Radschnellweges über den Misburger Weg nach Hannover ist unstrittig. Die staubige bzw. schlammige Mergelpiste sollte so schnell wie möglich durchgängig asphaltiert werden - möglichst als Vorabmaßnahme. Für den Radschnellweg in Richtung Lehrte sollten die Nord- und die Südroute sowie eine Kombination beider Strecken einschließlich des Ausbaus der beiden Richtersdorf-Tunnel untersucht werden.
  • Neben dem Misburger Weg wird auch der Schlahdekamp von Radfahrer*innen für den Weg nach Hannover genutzt. Hier ist insbesondere das Kopfsteinpflaster auf der Brücke über die A7 ("Teichstraße") zu ersetzen. Dafür sind Gespräche mit dem Realverband und der Verkoppelungsgemeinschaft Anderten als Baulastträger zu führen. Auch der Feldweg an der Westseite der Mergelgrube (Verlängerung Hägenstraße) ist angemessen zu befestigen.

Daneben gibt es noch einige weitere Punkte, die in Ahlten anzugehen sind. Diese finden sich [HIER]. Die Diskussion in Ahlten ist aber vor allem geprägt von der Errichtung eines Radschnellweges zwischen Hannover und Lehrte über Ahltener Gebiet. Der Rat der Stadt Lehrte hat sich grundsätzlich für dieses Projekt ausgesprochen. Ein wesentlicher Diskussionspunkt ist die Streckenführung ab dem Bahnhof Ahlten: 

  • nördliche Routenführung über Eisenbahnlängsweg, K122, vorbei am Megahub und durch die (entsprechend auszubauenden) Richtersdorf-Tunnel zur Innenstadt und zum Bahnhof Lehrte
  • südliche Routenführung durch Ahlten, über die K122, dann durch die Feldmark und die Kleingärten in Lehrte zum Bahnhof Lehrte
  • alternativ wäre auch eine Kombination denkbar: Nordroute bis zur K122, dann nach Süden durch die Feldmark nach Lehrte

Eine Beschreibung beider Routen sowie die Diskussionsbeiträge, die uns zum Radschnellweg erreichen, haben wir HIER zusammengetragen. Mehr zum Thema Richtersdorf gibt es HIER.

Beide Varianten haben so ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Am besten: beide Strecken für einen sicheren und schnellen Radverkehr ertüchtigen und dabei auf unnötigen Schnick-Schnack verzichten. Braucht man wirklich eine beleuchtete Feldmark? Ist eine Ampel über die K122 zwingend erforderlich? Oder ist das Geld besser beim Ausbau der Richtersdorf-Tunnel angelegt? Der Radschnellweg ist als Leuchtturm von hoher Bedeutung, aber gerade deshalb sind auch Augenmaß und Pragmatismus erforderlich.

Als Weiterentwicklung der Trasse könnte man eine zusätzliche Unterführung für den Radverkehr unter der K122 planen - ein paar Meter neben den Eisenbahngleisen:


Wie auch immer: Als erste Sofortmaßnahme ist der Weg längs der Eisenbahn zwischen Ahlten und Anderten so auszubauen, dass er auch nach Regen mit dem Rad befahrbar ist. Zumindest in diesem wichtigen Punkt scheinen sich auch alle einig zu sein. Hier könnte man ein wichtiges Signal setzen, dass wenigstens irgendetwas zügig umgesetzt wird. Die Strecke muss dringend asphaltiert werden, damit man sich das Rad bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht immer komplett "einmergelt".

Dann gäbe es zumindest einen Weg, auf dem man bei schlechtem Wetter mit dem Rad nach Hannover kommt. Alle bestehenden Radwegalternativen werden derzeit irgendwo von einer längeren Schlammstrecke unterbrochen. Insofern wäre das im VEP zu priorisieren und ggf. bereits vorab umzusetzen. 

Hinzu kommt, dass der Radweg Ahlten-Misburg auch bei gutem Wetter nicht gut nutzbar ist. Dann wird das Rad vollgestaubt, das ist wegen der zusätzlich nötigen Reinigungsarbeiten lästig. Außerdem schadet es der Kette. Und ein Weg auf Asphalt ist mit deutlich weniger Kraftaufwand zu bewältigen als ein Schotterweg mit Schlaglöchern.  

Auch alternative Radrouten nach Hannover dürfen nicht vernachlässigt werden. Mehr dazu [HIER].





E-Mail
Infos